Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Die Gräfin von ParmaDer vornehme Fremde bezieht das schönste Gastzimmer im "Weißen Hirschen" zu Bozen: mit großen Flügelfenstern auf den Hauptplatz, mit goldverzierten Möbeln und einem funkelnden venezianischen Spiegel über dem Kamin. Hier kann er sich, nach den Strapazen seiner Flucht aus den Bleikammern der Serenissima, endlich ausruhen. Und den Stubenmädchen Avancen machen, die neureiche Haute-Volée des biederen Städtchens um einige Skudi erleichtern - kurz, das Leben jenes Ungenannten führen, den wir als Giacomo Casanova in vielen literarischen und musikalischen Erscheinungsformen kennen.Der große Erzähler Marai fügt noch eine Variation hinzu - die der blutjungen, schönen Frau des Grafen von Parma, der einzigen Frau, die Casanova je wirklich berührt hat, und die er noch immer zu erobern hofft.Wie auch in seinen früheren Romanen - allen voran "Glut" - entwirft der erst spät wiederentdeckte ungarische Autor einen Kosmos der Farben, des Rausches und der Einsamkeit. Die Figuren sind unauflöslich miteinander verstrickt, die Charaktere minutiös gezeichnet, die Sprache schwingt auf hohem Seil.Was gibt´s Neues vom Krieg?Die Schneiderei von Monsieur Albert im jüdischen Viertel von Paris, kurz nach dem Krieg. Da ist Maurice, genannt "Abramauschwitz ". Oder Charles, dessen Frau und Töchter dort geblieben sind. Oder "Bonjour-Bonjour", die sich als Heiratsvermittlerin versucht.Das Leben geht weiter. Aber wie? Manches hat sich nicht geändert im Nachkriegsfrankreich.Erinnern - VergessenDie 78-jährige Maria Lorenz behauptet, ihren Mann Hartmut an seinem 95. Geburtstag getötet zu haben. Die Polizei zweifelt an dieser Darstellung. Auch Alexander Corin, Geburtstagsgast bei den Lorenzens, will den alten Mann getötet haben. Er spricht von einer regelrechten Hinrichtung. Die Vernehmungen führen in eine Vergangenheit, die von Kriegswirren und Ideologien geprägt ist ...Tod eines Tauchers
Beim Dezernat für Organisierte Kriminalität in Hamburg ist ein anonymer Anruf eingegangen. Eine Firma namens "Regena" soll illegal Russen zum Bau einer Offshore-Windkraftanlage in der Nordsee beschäftigen.
Eher zufällig erfährt Kriminalhauptkommissarin Bettina Breuer von V-Mann Jac Garthmann, dass einer der Taucher der "Regena" vermisst wird. Garthmann will dessen Frau, eine alte Bekannte, in Büsum besuchen. Er muss dort eine Bronchitis auskurieren und hat sich zur Finanzierung drei Konzerte organisiert. Zufällig werden diese Konzerte von der "Regena" gesponsert.Schon am ersten Abend kommt es dabei zu störenden Zwischenrufen. Offenbar haben einige Einheimische etwas gegen Horst Petzer, den Chef der Firma. Zufall ist es auch, dass Jac Garthmann bei dem Besuch seiner alten Bekannten auf den Ornithologen Karsten Eisler trifft. Aber, dass er im Anschluss fast von Eisler genötigt wird, mit ihm am nächsten Morgen auf eine Vogelinsel zu fahren, wo sie prompt eine angeschwemmte Leiche finden, dahinter steht wohl eine Absicht.Garthmanns Vermutung stimmt: Der Tote ist Jan Faller, der Mann seiner Bekannten. Bettina Breuer, die aus Hamburg zur Klärung des Falls anreist, hat viel zu tun. Mit der Lunge des Tauchers stimmt etwas nicht. Wurde er ermordet? Sind Petzer oder Eisler oder der anonyme Anrufer in die Tat verwickelt?
Die Nibelungen
Moritz Rinke hat eine Neufassung des Nibelungenlieds gewagt, die einen eindruckvollen Spagat vollbringt: sie folgt den wesentlichen Motiven dieser bedeutendsten Heldendichtung des Mittelalters und löst sie zugleich aus ihrer zeitlichen Bedingtheit: Wieder wird Siegfried hinterrücks ermordet, führt Kriemhilds Rache an ihren Brüdern zum Blutbad. Aber in Rinkes Stück sind die mythischen Akteure zu Wesen aus Fleisch und Blut geworden, Rinke "hat die Fabel von innen aufgebrochen und neuentdeckt: mit einem Gestus der tragischen Ironie. In Sprache und Dramaturgie schafft er immer wieder einen spannenden, manchmal von lakonischem Witz geprägten Schwebezustand zwischen Mittelalter und Neuzeit, zwischen Vormoderne und Postmoderne, so als spielte die Geschichte gestern morgen." (Peter von Becker) Rinke schrieb "Die Nibelungen" für die Festspiele 2002 in Worms.
Der VorleserSie ist reizbar, rätzelhaft und viel älter als er ... und sie wird seiner erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Erst Jahre säter sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.Der kleine Prinz"Wie wenig Lärm machen die wirklichen Wunder." Der Erzähler landet mit seinem Flugzeug mitten in der Wüste und er begegnet in dieser Grenzsituation dem Kleinen Prinzen. Der erstaunliche Kerl ist nicht von dieser Welt. Er berichtet mit ruhiger Intensität von seinem Leben auf einem fernen Planeten und von seiner Liebe zu einer Rose. Die Gedanken des Kleinen Prinzen sind von beunruhigender, fast verstörender Klarheit. Voller Parabeln ist sein Bericht von einer Reise zu mehreren Planeten, auf denen er seltsamen Gestalten begegnet, die sich zumeist in eine kuriose und heillose Geschäftigkeit verstrickt haben. Man hört und begreift: Die Sichtweise der Erwachsenen mit ihrer Welt der Zahlen und der Logik ist gänzlich ungeeignet, das Leben zu verstehen. Unaufdringlich und doch unausweichlich vermittelt der Kleine Prinz Maßstäbe der Mitmenschlichkeit, ehe er zum grenzenlosen Kummer seines neu gewonnenen Freundes wieder zu den Sternen aufbricht.Tod in LissabonIn Lissabon wird am Strand die Leiche eines jungen Mädchens geborgen. Bei seinen Ermittlungen findet Inspektor Coelho heraus, dass die ermordete Schülerin, Tochter eines bekannten Anwalts, als Prostituierte arbeitete. Bankdirektor Rodrigues gerät ins Visier der Ermittlungen, da er am Tag ihrer Ermordung Kontakt zu ihr hatte. Rodrigues bestreitet aber, die Tat begangen zu haben. Um den Verdächtigen unter Druck setzen zu können, durchleuchtet Coelho dessen Vorleben und stößt dabei auf eine Spur, die bis in die NS-Zeit zurückweist: Die Bank verdankt ihre Gründung und ihr Geschäftskapital dem Nazigold eines geheimnisvollen SS-Mannes, der mit Rodrigues eng verbunden scheint. Bei seinen weiteren Ermittlungen offenbart sich Coelho ein Geflecht aus Mord und Erpressung, das bereits im Zweiten Weltkrieg mit der Jagd nach dem kriegswichtigen Metall Wolfram angelegt wurde.Bouvard und Pécuchet schauen zurück oder Die ErschöpfungZu Lebzeiten hat Gustave Flaubert nur den ersten Teil seines Romans "Bouvard und Pécuchet" beenden können, in dem auf satirische Weise die romantische Ideologie und Kunst in ihrer Überzogenheit bloßgestellt werden. Ingomar von Kieseritzky lässt die beiden Hauptfiguren Bouvard und Pécuchet, die in Flauberts Roman alle Wissenschaften des 19. Jahrhunderts - von der Landwirtschaft über Archäologie bis zur Mystik - studiert haben, noch einmal auftreten - als Rentner. Geplagt von eingebildeten Krankheiten, die sie zwar poetisch beschreiben, aber nicht kurieren können, halten Bouvard und Pécuchet - absurd clownesk wie Estragon und Wladimir in Becketts "Warten auf Godot" - Rückschau auf jenes 19. Jahrhundert, in dem das Bürgertum und die Wissenschaft ihren Aufstieg und ihre Zersplitterung erlebten.Dieses KindDie Kinder in diesem Hörspiel haben keine Namen, aber dafür manchmal selbst schon Kinder. Es geht um die einzigartige Beziehung zwischen Eltern und Kind.Schlüsselsituationen: Die junge Alleinerziehende, die ihren Säugling fremden Nachbarn schenken will. Das 10-jährige Scheidungskind, das seinen Vater plötzlich siezt. Der Vater, den die Arbeit körperlich zerstört hat und der seinem Sohn trotzdem dasselbe Leben vorschreiben will. Zwei Freundinnen sollen die Leiche eines jungen Mannes identifizieren: Es könnte einer ihrer Söhne sein.Limit
In einem erbitterten Wettlauf fördern Amerikaner und Chinesen auf dem Mond Helium-3, ein Element, mit dem die Energieversorgung der Erde gesichert scheint. Zur gleichen Zeit soll Detektiv Owen Jericho in Shanghai die untergetauchte Dissidentin Yoyo ausfindig machen. Die bildschöne Chinesin ist im Besitz streng gehüteter Geheimnisse und ihres Lebens nicht mehr sicher. Was nach Routine klingt, ist der Auftakt zu einer alptraumhaften Jagd rund um den Globus - bis zum Mond, wo eine Gruppe Weltraumtouristen unversehens in tödliche Gefahr gerät.
Heikko Deutschmann verleiht den Zukunftsvisionen von Frank Schätzing eine Brisanz, als könnten die technischen Errungenschaften mit allen Faszinationen und Schrecken schon morgen Wirklichkeit sein.
HimmelgängerSeit nun bald dreißig Jahren machen die vier älteren Kollegen ihren "Himmelgang" zum Himmelfahrtstag. Dieses Jahr begleitet sie ein junger Kollege, für das Protokoll. Erst ab dem zweiten Jahr darf er am Gespräch teilnehmen, also schweigt er. Außerdem spaziert eine Kollegin mit "als Anstandsmops quasi, um Abdriften ins Banalmaskuline zu verhindern". Sie zeichnet sich dadurch aus, dass ihre Blicke sprechen, ihr Mund jedoch nie. So wandern sie durch den Englischen Garten in München und sind bemüht, dem jungen Kollegen die Idee dieser Himmelgänge zu vermitteln. Denn natürlich geht es nicht ums bloße Vergnügen.