Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Medea - StimmenMedea, zauberkundige Königstochter aus Kolchis, verhilft dem Argonauten Jason zum Goldenen Vlies. Sie flieht mit ihm nach Korinth. Jason, zu jeder Anpassung bereit, macht dort am Königshof Karriere. Medea verleugnet ihre Persönlichkeit jedoch nicht. Von den Korinthern wird sie deshalb misstrauisch beobachtet und beschuldigt, die einbrechenden Katastrophen verschuldet zu haben. Zur Strafe steinigt der aufgehetzte Pöbel ihre Kinder.Korinth. Medea und Jason. Sie ist klug, schön und eine Außenseiterin in dieser Stadt. Er ein Aufsteiger. Sie behindert seine Karriere und wird zum Opfer. Ist sie eine Zauberin? Eine ´wilde Frau´? Eine Mörderin? Christa Wolfs Interpretation lässt die Beteiligten zu Wort kommen.Inspektor Jury lichtet den NebelZwanzig Jahre ist es her, dass in einem Dorf in der Nähe von Dartmoor die leichtlebige Rose Mulvanny von ihrer kleinen Tochter Tess in der Küche gefunden wurde: ermordet. Ihre ältere Schwester Mary war damals auf einer Klassenfahrt. Aber die Kleine war im Haus und muss den Mörder gesehen haben! Bloß, Tess hat seit diesem Tag nie wieder ein Wort gesprochen. Als alle Behandlungen nicht anschlugen, blieb nichts weiter übrig, als sie auf Dauer in einer Anstalt unterzubringen. Verurteilt wurde damals ein Neunzehnjähriger aus der Gegend, Sam Waterhouse. - Als im Umkreis von dreißig Meilen mehrere Kinder aus rätselhaften Gründen ermordet werden, gerät Sam, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, erneut in Verdacht. Unterstützt von Inspektor Richard Jury von Scottland Yard, hofft Commander Brian Macalvie jedoch, nun endlich Sammys Unschuld beweisen zu können. Denn - irgendeinen Zusammenhang muss es zwischen den Morden jetzt und der Sache von damals doch geben! Commander Macalvie jedenfalls ist fest davon überzeugt. Genauso wie er fest davon überzeugt ist, dass die vor ein paar Jahren zugezogene Molly Singer in Wahrheit niemand anderes ist als Mary - Tess´ ältere Schwester. - Und die Ermittlungen scheinen Macalvie recht zu geben. Denn es kann kaum ein Zufall sein, dass die Familien der ermordeten Kinder alle auf irgendeine Art mit den Ashcrofts verbandelt sind; reichen Leuten, die in einem uralten, prächtigen Herrenhaus residieren. Und die Erbin von all dem stattlichen Vermögen ist ebenfalls ein Kind: Jessica Ashcroft. - Ein Glück, dass sich ihr Vormund, Onkel Robert, leidenschaftlich für exclusive Autos interessiert. So kann Jury seinen alten Freund Melrose Plant bitten, zwecks dringend nötiger Nachforschungen seinen Rolls Royce aus der Garage zu holen...Alles ist erleuchtetEin junger Amerikaner kommt in die Ukraine. Er heißt zufällig Jonathan Safran Foer, im Gepäck hat er das vergilbte Foto einer Frau namens Augustine. Sie soll gegen Ende des 2. Weltkrieges seinen Großvater vor den Nazis gerettet haben. Jonathan will Augustine finden und Trachimbrod, den Ort, aus dem seine Familie stammt. Sein Reiseführer ist ein alter Ukrainer mit einem klapprigen Auto, sein Dolmetscher dessen Enkel Alex, ein Großmaul und ein Genie im Verballhornen von Sprache. Die Reise führt durch eine verwüstete Gegend und in eine Zeit des Grauens. Alex berichtet von den irrsinnigen Missverständnissen während dieser Fahrt, Jonathan erzählt die phantastische Geschichte Trachimbrods, und der alte Ukrainer begegnet den Gespenstern seiner Vergangenheit."Als ich 19 war, fuhr ich für drei Tage in die Ukraine. Ich hatte ein Foto meines Großvaters mit einer Frau dabei, die laut unserer Familiengeschichte meinen Großvater vor den Nazis gerettet hat. Ich blieb drei Tage, am vierten fuhr ich nach Prag, wo ich zwei Monate lebte. Während dieses Sommers, in diesen zwei Monaten, schrieb ich die erste Fassung des Buches. Und dann verbrachte ich die nächsten zwei Jahre damit, es in eine druckfertige Fassung zu bringen" - so Jonathan Safran Foer, der es mit "Alles ist erleuchtet" schaffte, aus dieser kuriosen Expedition eine heitere Geschichte zu machen, die den Horror des Holocaust doch nie verdrängt.Jerry Cotton - Die Lady, die Phil Decker jagte
Ein Abend ohne Gäste oder Madame FrançoiseEin eigenes Haus zu besitzen, dafür hatte Françoise viele Entbehrungen auf sich genommen. Doch als der Traum Wirklichkeit wurde, starb ihr Mann. Die Witwe, die den Ehemann nicht geliebt hatte, trauerte nicht lange um ihn. Sie wollte ein neues Leben beginnen und es genießen. Françoise bereitete ein großes Fest vor und lud alle Honoratioren des Ortes ein. Aber statt des erwarteten Vergnügens erlebte sie eine bittere Enttäuschung.WellenDie Generalin von Palkow und Fräulein Malwine Bork, ihre langjährige Gesellschafterin und Freundin, kamen in das Wohnzimmer. Die Generalin setzte sich auf das Sofa, Sie war erhitzt und löste die Haubenbänder unterm Kinn.Du sollst nicht begehren
Als Osnat Harel in die Krankenstation des Kibbuz eingeliefert wird, sieht alles nach einer schweren Lungenentzündung aus. Zwei Stunden später ist die schöne Kibbuz- Sekretärin tot. Die Obduktion zeigt Spuren eines tödlichen Pflanzenschutzmittels im Körper der Toten. Das Unvorstellbare ist Realität geworden: Im scheinbar so friedlichen Modell einer besseren Welt gab es einen Mord. Inspektor Michel Ochajon soll Licht in den Fall bringen. Bei seinen Ermittlungen erkundet er den abgeschotteten Kosmos des Kibbuz. Und schon bald wird offenkundig, daß hinter der Fassade von Harmonie und Solidarität tödliche Konflikte lauern.
Moby Dick oder Der WalKapitän Ahab auf der Jagd nach dem weißen Wal - ein tragisches Urbild, ein Epos von übermenschlichen Ausmaßen. Der Held aber ist kein strahlender Ritter oder König, sondern ein armer, alter, skrupelloser Walfänger. Mit seinem Roman "Moby Dick" - erschienen 1851 - wagte es Herman Melville, Amerika zum Stoff eines großen Epos zu machen, das den europäischen Vorbildern ebenbürtig sein sollte. Die Motive sind eindrucksvoll: der Wal als mythisches Tier, das Meer als unerbittlicher Schauplatz und die Jagd als heroische Aufgabe. Ismael, Melvilles Erzähler und einziger Überlebender des tragischen Geschehens, macht sich dennoch nichts vor: "Oh Ahab! Was groß an dir sein soll, muss man aus den Himmeln pflücken; in der Tiefe muss man danach tauchen und es in der körperlosen Luft gestalten!" So verbindet "Moby Dick" das Heldenepos mit einem illusionslosen Porträt der damaligen Gesellschaft, zeigt den Walfang als Teil einer erstarkenden Industrie und spottet über religiöse Heuchelei. Mit Ismael schafft Melville einen besessenen Erzähler, der sich über alle Konventionen hinwegsetzt. Der Roman wird zur offenen Bühne für die Neugierde seines Autors: Einzelheiten über die Anatomie des Wals, die Angst vor der Farbe Weiß oder die Schiffshierarchie unterbrechen immer wieder die Abenteuer der Walfänger. Auch stilistisch bedient Melville sich verschiedenster Stimmen, vom Shakespeareschen Drama über das religiöse Traktat bis zur robusten Actionstory.Noch zu seinen Lebzeiten war Herman Melville ein vergessener Autor. Erst in den 20er Jahren begann die weltweite Rezeption von "Moby Dick". Wenige Jahrzehnte später schien es, als hätte es das Motiv vom einbeinigen Kapitän, der verbissen ein furchterregendes Ungeheuer über die Weltmeere jagt und am Ende in die Tiefe gerissen wird, schon immer gegeben. Die stark gekürzten Buch-, Hörspiel- und Filmversionen, die auf der Grundhandlung aufbauen, sind kaum zu zählen. Klaus Buhlerts zehnteilige Hörspielversion versucht erstmals, der Komplexität und Vielstimmigkeit des Romans gerecht zu werden, ausgehend von der vollständigen deutschen Neuübersetzung von Matthias Jendis, die im September 2001 bei Hanser veröffentlicht wurde.Hüttenkäse
Eine Großstadt, Berlin. Lars stellt seine Leute vor, mit denen er den Rest des Abends, die Nacht, den frühen Morgen verbringen will. Sie spielen Streetball. Keiner scheint in nächster Zukunft zwanzig zu werden: Moritz, der Monsterblocker, der ein Problem mit den Bullen hat. Tyree, der schwarze Gott, dem die Abschiebung bevorsteht. Oktai, den sein neuer Job nicht daran hindert, den Tag mit einem Joint zu beginnen. Philip, dessen Narbe über dem Bauch für Lars anziehender ist, als jener es jemandem verraten könnte. Im Dog-Food beginnt das große Spiel mit Alkohol, Drogen, Liebe, Sex und schwelender Gewalt. Das Ziel: Hüttenkäse, der Zustand des Gehirns beim Koksen. Skins überfallen die Kneipe, es fließt Blut.
In der Hörspielinszenierung wirken verschiedene Rapper mit, u.a. Tyrone von Mellowbag.
Kleist - Ein Lebensmonolog aus den BriefenIn einem großen Monolog, der zunächst an der Schaubühne in Berlin, später an allen großen Bühnen zu sehen war, hat Ulrich Matthes den Dichter Heinrich von Kleist dargestellt, sich dem zerrissenen, stets schwankenden preußischen Dichter anverwandelt. Angefangen von der Reise nach Würzburg, die Kleist in seinen Briefen an Wilhelmine von Zenge als Wendepunkt seines Lebens beschreibt, über die Frankreich- und Schweiz-Aufenthalte bis hin zu seinem letzten Brief, in dem er seinen Selbstmord ankündigt, erzählt dieser "Monolog in Briefen" das Leben des Dichters nach, dem "auf Erden nicht zu helfen war".Lust. Wahre LeidenschaftAnnäherung an die Lust. Es geht um Körper. Um das nackte Verlangen, um Sehen, Anfassen, Schmecken. Und es geht um Seelen. Um verzückte, suchende oder verletzte Seelen.Da erhält zum Beispiel die 70-jährige Mart den ersten Liebesbrief ihres Lebens und gibt sich einer sinnlichen Leidenschaft hin. Lila ist 16, trägt immer Kleider und nie Unterwäsche, und das am liebsten auf der Spielplatzrutsche in Begleitung eines Mannes. Frau Swobboda ist Verkäuferin an der Fleischtheke, doch wenn sie abends in ihre Freizeit eilt, hat sie keinesfalls mehr mit totem, kaltem Fleisch zu tun ... Auch das Liebespaar, das um eine verstorbene Frau trauert, findet Trost in der Lust und lebt sie auf eine besondere Art aus.Der Kopf in der SchlingeArmstrong Smith ist wegen Mordes an seiner Frau zum Tode verurteilt worden. Für den Staatsanwalt ist der Fall klar. Dessen Frau aber glaubt an die Unschuld von Smith. Mit Hilfe eines guten Freundes, der als Chef der Kriminalpolizei selbst die Untersuchungen gegen Smith geleitet hat, baut sie eine fiktive Indizienkette gegen ihren Mann auf. Und bald kann der sich selbst kaum dieser zwingenden Logik entziehen. Der Staatsanwalt ein Mörder? So schnell steckt der Kopf in der Schlinge...