Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Maigret und die junge Tote
In einer Regennacht findet man sie tot auf einem kleinen Platz in Paris - jung, geschminkt, in einem billigen Abendkleid. Wieder ein Prostituiertenmord, denkt Kommissar Maigret. Aber Louise Laboine war kein leichtes Mädchen, sondern eine verfolgte Unschuld aus dem Süden, mittellos und auf beharrlicher Suche nach dem Glück. Und in all ihrer bitteren Armut besaß sie etwas so Wertvolles, daß sie deshalb sterben mußte.
Kelsterbachs LieblingeThea Kelsterbach (73) hat sich in ein abgedunkeltes Zimmer ihrer Villa bei Hamburg zurückgezogen und trauert dort um ihre drei Lieblinge: Sie lässt Video-Mitschnitte ohne Ton simultan auf drei Monitoren laufen. Der bekannte Dichter, die Chansonniere, der Kabarettist - sie kamen vor etwa sechs Wochen innerhalb von fünf Tagen auf die gleiche unerklärliche Weise ums Leben. Wurden sie ermordet? Möglicherweise von ihren Brüdern, Direktoren in der Chemiefabrik des seligen Vaters? Vom Chauffeur? Das alles soll Katharina Lakenmacher, eine ehemalige Kripo-Kommissarin aus Berlin, herausfinden.In 80 Tagen um die Welt
Alice im AlphabeetNicht ins Wunderland, sondern ins Buchstabenland gerät Alice bei Ginka Steinwachs, denn eines Nachts fallen die Buchstaben aus der Wand und das ABC schreit um Hilfe. Kaum aber ist Alice im Alphabeet angekommen, macht sich das ZYX bemerkbar und es beginnt ein turbulentes Sprachverwirr-Abenteuer...Cave Canem
Der "Klugscheißer auf Samtpfoten" ist zurück. Der Katzer mit dem Spürsinn eines Meisterdetektivs hat diesmal wirklich Probleme, denn im Revier droht Krieg. Ein Serienmörder geht um, metzelt wahllos Katzen und Hunde, und die eh schon verfeindeten Tiere beschuldigen sich gegenseitig, den Täter in den eigenen Reihen zu schützen und sein Handeln zu billigen.
Um die drohende Eskalation zu verhindern, wenden sich die Anführer der Hunde und Katzen an Francis mit der Bitte, den Fall zu lösen. Dem Kater zur Seite steht - ausgerechnet - ein alter Polizeihund: Hector mit Namen, und das unglecihe Paar macht sich - zumindest was Francis betrifft - widerwillig an die Arbeit.Was nun folgt, ist ein Kriminalfall der besonderen Art, ein Abstieg in tierische wie menschiche Abgründe. Mit "Cave Canem" hat Akif Pirinçci nach dem Katzenromanen "Felidae" und "Francis" ein weiteres Mal bewiesen, dass ihn als Autor zwei Fähigkeiten ganz besonders auszeichnen: er hat ein Faible für komplexe, klug gesponnene Geschichten; und er weiß diese Geschichten sprachlich meisterlich umzusetzen: da ist Witz, da ist Spannung, da treffen gelungene Charakterisierungen mit ausgefeilten szenischen Beschreibungen zusammen.Francis besitzt alle Attribute eines interessanten Charakters. Er ist eitel. Er ist ein Frauenheld und ausgeprägt selbstbewusst. Er ist, wenn man so will, ein Bogart im Tierreich und kann mit seinen coolen Sprüchen nicht ganz seine "menschlichen" Qualitäten und Sehnsüchte überdecken. Kurzum: er ist eine Persönlichkeit mit hohem Unterhaltungspotenzial - und doch ist die Fabel aus dem Reich der Hunde und Katzen alles andere als ein Märchen für Erwachsene. Im Gegenteil: geschrieben vor dem Hintergrund des Kosovo-Konfliktes hat Akif Pirinçci weit mehr Zeitkritisches verarbeitet, als man es von einem Bestsellerautor gemeinhin erwartet.Neben dem ausgereiften Text findet man in der sprachlichen oder vielmehr schauspielerischen Interpretation Tilo Prückners ein zweiter Kunstwerk. Prückner liest nicht bloß - er spielt die Rollen so überzeugend, wie man es von ihm als Darsteller skurriler - mal lustiger, mal tragischer - Film- und Bühnenfiguren gewohnt ist. Jdem einzelnen Charakter haucht er mit seiner Stimme Leben ein. Der Erzähler Prückner zaubert selbst - mit dem zauberhaften Material der Geschichte.
KupschKupsch ist ein gutgelaunter Single, ein Ästhet und Gourmet, den die Frauen lieben - alles in allem eine höchst erfreuliche Erscheinung auf Parties und Kongressen. Oder - so fragt er sich zunehmend beunruhigt- ist alles nur "Mache" und er kracht plötzlich zusammen wie ein Kartenhaus? Aber was sorgt er sich? "Nichts Besonderes festzustellen. Kupsch wie immer. Und doch etwas verändert sich... Ich meine: die Hand. Hand, du kommst mir fremd vor. Ich meine: der Brustkorb, die Oberschenkel, die Füße. Keine Wahnideen, Kupsch! Vorsicht!" Tatsächlich: seine glanzvollen Auftritte geraten mehr und mehr zu einem Desaster. Aus seinem Mund purzeln befremdliche Grobheiten hervor. Sein wohlgeformter Körper beult sich in scheußlichen Auswüchsen, die Haut platzt auf, und aus seinem Inneren quillt schließlich ein gewalttätiges, unförmiges Wesen, das das Kommando übernimmt.Mit "Kupsch" beschreibt Dorst den Prozeß einer monströsen Selbstentdeckung, die sich so gewaltsam ereignet, da sich Kupsch ihr angstvoll widersetzt.Der KastenDass Amors Pfeile wirklich treffen, mag niemand glauben, den der mächtige Schütze erfolgreich ins Visier genommen hat. In Viola Altrichters Hörspiel lüftet der kleine Liebesgott höchstpersönlich das Geheimnis seines absichtsvollen Wirkens. Es entpuppt sich als eine zwar kunstvolle, aber mechanische Apparatur in einem hölzernen Kasten, die die Aktionen der Verliebten auf genau kalkulierte und qualvolle Weise steuert. Amor demonstriert seine Liebesmaschinerie an drei Marionetten: Eine Frau ist mit zwei Männern unglücklich und scheinbar unauflöslich durch die Liebe verbunden. Von dem abgewiesen, den sie liebt, weist sie den ab, der sie liebt. - »Der Kasten« gewährt Einblick in die Automatismen der Liebe und das perpetuum mobile verletzter Gefühle.Die VerweigerungEin katalanischer Philosoph und Missionar des 13. Jahrhunderts steht im Mittelpunkt der Auseinandersetzung zwischen den Protagonisten dieses Stücks: Ramon Llull und seine berühmte Schrift ´Das Buch vom Freunde und vom Geliebten´. Dieses Buch, eine der wichtigen mystischen Schriften des Mittelalters, ist nicht nur das Dokument einer leidenschaftlichen Gottsuche, man kann sie auch als hoch-poetische Apotheose der Liebe lesen. Dieser zweite Aspekt ist es, der in der dramatischen Begegnung zwischen Professor und Student die entscheidende Rolle spielt. Ein geistiger und emotionaler Ringkampf beginnt, in dem das Recht, das eigene Leben wegzuwerfen, der Forderung nach Verantwortung gegenübersteht. Und über allem schweben die Verse der Liebe des Ramon Llull.Hedda GablerDas Spiel aus Langeweile, der Selbstgenuss und die Lüge machen Hedda Gabler zur alles vernichtenden Frau: Sie betrügt ihren Mann mit ihrem ehemaligen Geliebten, den sie in den Selbstmord treibt, nicht aber ohne ihm einen "Tod in Schönheit" zu befehlen. Schließlich erschießt sie sich selbst, um der Unfreiheit zu entrinnen, in die sie durch einen Erpresser geraten ist. So wird sie zum Sinnbild einer Frauengestalt, die sich auflehnt gegen Konventionen und gesellschaftlich sanktionierte Begrenzungen, die nicht lebbar sind. Henrik Ibsen erklärte zu seinem 1891 in München uraufgeführten Stück: "In der Hauptsache ist es mir darum zu tun gewesen, Menschen, menschliche Stimmungen und menschliche Schicksale auf Grund gewisser gültiger sozialer Verhältnisse und Anschauungen zu schildern." Die hochkarätig besetzte Hörspielversion entstand im Rahmen der Salzburger Festspiele 1990.Die Goldhändlerin
Deutschland im Jahre 1485. Für die junge Jüdin Lea endet ein Jahr der Katastrophen, denn ihr Vater und ihr jüngerer Bruder Samuel kamen bei einem Pogrom ums Leben. Um das Erbe ihres Vaters und damit ihr Überleben und das ihrer Geschwis-ter zu sichern, muss Lea sich fortan als Samuel ausgeben. In ihrer Doppelrolle drohen ihr viele Gefahren, nicht nur von christlicher Seite, sondern auch von ihren Glaubensbrüdern, die »Samuel« unbedingt verheiraten wollen. Und dann verliebt sie sich ausgerechnet in den mysteriösen Roland, der sie zu einer mehr als abenteuerlichen Mission verleitet...
Mio, mein Mio
Der Waisenjunge Bo Vilhelm Olsson, der bei Pflegeeltern in liebloser Umgebung aufwächst und sich nach Verständnis und Geborgenheit sehnt, findet auf geheimnisvolle Weise das "Land der Ferne", in dem sein Vater, den er noch nie gesehen hat, König ist und er selbst als Prinz Mio ein vom Kampf gegen das Böse erfülltes Leben führt.
Schluss mit LustigLeonie und Nicki sind Zwillinge, aber Leonie ist eine halbe Stunde älter - darum sagt Leonies Bruder Nicki manchmal "altes Haus" zu ihr. Die beiden machen natürlich nicht immer alles zusammen. Jetzt zum Beispiel ist Nicki mit dem Vater zu einer Traktorenausstellung gefahren, während Leonie die Ferien bei den Großeltern in Norddeutschland verbringt. "Kleines Nest" heißt das Dorf. Da gibt es Hühner, Pferde, Kühe, Gänse, Schweine und seit neuestem haben die Großeltern sogar einen Hund, der heißt Roland. Als Leonie in "kleines Nest" ankommt, ist er leider gerade abgehauen. Da Leonie "Tierisch" kann, erfährt sie von den Kühen sowie von Gockel Heinz und von Mama Sau, dass dieser Roland sich unmöglich aufspielt. Er hat eine Polizeiordnung im Dorf eingeführt, nur weil er Polizeihund ist. Jetzt traut sich kein Tier mehr, seinen Befehlen zu widersprechen. Die anderen Hunde im Dorf gucken nur, machen aber lieber nichts. Aber es gibt ja Leonie! Die 9-Jährige ernennt sich selbst zur Detektivin und versucht Rolands dubiose Machenschaften aufzudecken. Nicki darf helfen. Das gleichnamige Buch von Hermann Schulz ist im Carlsen Verlag erschienen.