Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Das kalte LichtDer Spionagefall Klaus Fuchs - der deutsche Physiker, der das Geheimnis der Atombombe an die Sowjetunion verraten haben soll - bewegte 1950 die Gemüter: Wie konnte jemand aus der freien Welt dem kommunistischen Feind ein so wichtiges Geheimnis verraten? Oder hatte Fuchs vielleicht sogar ein gutes Werk getan? In einer atomaren Pattsituation verlor die Atombombe schließlich ihren Wert, ihr Einsatz wurde unwahrscheinlich.Carl Zuckmayer verarbeitete diese Fragen in seinem Stück um den jungen Physiker Kristof Wolters, der in England zwischen die Fronten von Wissenschaft, Spionage, Macht, Moral und Liebe gerät. "Das kalte Licht" hatte 1955 gleich dreimal Premiere: am Hamburger Schauspielhaus unter der Regie von Gustav Gründgens, als Fernsehspiel und als Hörspiel.Brandrodung BerlinAm 27. Februar 1933, vier Wochen nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler, legte der junge holländische Maurer Marinus van der Lubbe das Feuer, das den Deutschen Reichstag in Flammen aufgehen ließ. Am nächsten Tag erwirkten die Nationalsozialisten beim Reichspräsidenten eine »Notverordnung zum Schutz von Volk und Staat«, die endgültig den Rechtsstaat aufhob und als eigentlicher Beginn ihrer Diktatur gelten kann. - Der Regimegegner van der Lubbe kam aus der syndikalistischen Arbeiterbewegung. Sein Fall, der 1934 mit dem Todesurteil endete, bot den Nationalsozialisten den Vorwand, die linke Opposition im Lande auszuschalten. Ein Fall, der bis heute viele Fragen unbeantwortet läßt. - Die Berliner Autorin Anna Langhoff hat eine Annäherung aus der Distanz der Zeiten versucht.87. Polizeirevier - Heißer SonntagmorgenSommer in Isola, einer Großstadt, die an New York erinnert. Die Hitze macht die Leute verrückt. Die Polizei ist in ständiger Alarmbereitschaft. Auch im 87. Revier wird es zunehmend stressig, als die Beamten versuchen, den Gangster Pepe Miranda festzunehmen. Sie haben einen Hinweis erhalten, wo er sich versteckt hält.Pepe Miranda ist der große Held für die kleinen puertoricanischen Jugendbanden, die sich auf den Straßen herumtreiben. Es sind noch halbe Kinder, und wie für Pepe Miranda schwärmen sie für James Cagney, den hartgesottensten Gangster-Darsteller aller Zeiten. Wenn der Boss von seinen Jungs verlangt, Alfredo ´Alfie´ Gomez nach der Heiligen Messe auf der Kirchentreppe zu erschießen, weil er sich angeblich an sein Mädchen herangemacht haben soll, wird nicht lang gefackelt. Und dann wird es noch heißer an diesem Sonntag, denn Pepe Miranda liefert sich mit den Beamten ein Feuergefecht.Die berühmte Krimiserie um das "87. Polizeirevier" erzählt aus der Frühzeit der Team-Arbeit. Obwohl die Cops im Lauf der Jahrzehnte nicht altern und die Methoden stets dieselben sind, gelingt ihnen ihr Job immer besser.Twig bei den HimmelspiratenWeit, weit weg, in einer fernen Welt, ragt wie die Galionsfigur eines gewaltigen steinernen Schiffes das so genannte Klippenland ins Leere. Ein reißender Strom ergießt sich unablässig über den felsigen Überhang. Dabei könnte sein Ursprung bescheidener nicht sein. Der Klippenfluss entspringt tief im Landesinneren, hoch droben im undurchdringlichen, unheimlichen Dunkelwald. Aus einem kleinen, blubbernden Teich rinnt ein Bächlein kaum breiter als ein Stück Schnur in ein sandiges Kiesbett.Der tiefe Dunkelwald ist ein unwirtlicher, gefährlicher Ort für die, die hier zu Hause sind, und das sind viele. Waldtrolle, Schlächter, Honigkobolde, Höhlenfurien und andere merkwürdige Geschöpfe und Kreaturen, sie alle fristen in der sonnengesprenkelten und mondbeschienenen Welt unter dem hohen Blätterdach ein kärgliches Leben.Dort, wo die Wolken am tiefsten über dem Boden hängen, liegt die so genannte Nebelkante, eine trostlose, von wirbelnden Nebeln, Geistern und Alpträumen erfüllte Ödnis. Wer sich hierher verirrt, erleidet unweigerlich eins von zwei Schicksalen: Die Glücklichen stolpern gleich über den Rand der Klippe und stürzen zu Tode, die weniger Glücklichen gelangen in den Dämmerwald.Durchtränkt von ewigem, goldenem Dämmerlicht, ist der Dämmerwald ein bezaubernder, zugleich aber auch tückischer Ort. Die Luft dort steigt einem zu Kopf. Wer sie zu lange einatmet, vergisst, warum er in den Dämmerwald gekommen ist. Gelegentlich wird die lastende Stille durch heftige, von der Klippe heraufziehende Unwetter gestört. Vom Dämmerwald angezogen wie Eisenspäne von einem Magneten oder Nachtfalter von einer Flamme, wirbeln sie über den glühenden Himmel - zuweilen gleich mehrere Tage hintereinander. Manchmal sind es ganz besondere Stürme. Aus den Blitzen, die sie nach unten schleudern entsteht Sturmphrax, ein Stoff, der so kostbar ist, dass auch er trotz der schrecklichen Gefahren des Dämmerwalds wie ein Magnet oder eine Flamme alle diejenigen anzieht, die ihn besitzen wollen.Die unteren Ausläufer des Dämmerwalds gehen in die Modersümpfe über, einen stinkenden, verseuchten Landstrich, voll gepumpt mit den Abfällen der Fabriken und Gießereien von Unterstadt. Der Müll wird hier schon so lange gelagert, dass das Land so gut wie tot ist. Wer es trotzdem durch die Sümpfe schafft, gelangt in ein Labyrinth aus schmutzigen Gassen und windschiefen Hütten auf beiden Seiten des ölig schillernden Klippenflusses. Der Gerettete befindet sich in Unterstadt.Die Bevölkerung in den engen Gassen setzt sich aus den kuriosen Gestalten und Kreaturen des Klippenlandes zusammen. Unterstadt ist schmutzig, überbevölkert und eine Brutstätte der Gewalt, zugleich aber auch der Mittelpunkt des Handels und des Schwarzmarkts. Es wimmelt vor Geschäftigkeit. Jeder, der hier lebt, geht einem auf einen bestimmten Stadtteil beschränkten Gewerbe nach und ist Mitglied der entsprechenden Liga. Dies führt zu Intrigen und Verschwörungen, bitterer Rivalität und ständigen Reibereien der Stadtteile, Ligen und Händler untereinander. Die Mitglieder der Liga der freien Kaufleute hält nur eins zusammen: der gemeinsame Hass auf die gefürchteten Himmelspiraten, die mit ihren Schiffen den Himmel über dem Klippenland beherrschen und glücklose Kaufleute, die ihren Weg kreuzen, ausrauben.In der Mitte von Unterstadt ist ein großer, eiserner Ring in den Boden eingelassen. Er hält eine lange und schwere Kette, die zum Himmel aufsteigt und abwechselnd straff gespannt ist und locker durchhängt. Am Ende der Kette schwebt ein riesiger Felsen. Dieser Felsen ist wie die anderen schwebenden Felsen des Klippenlandes in den Steinernen Gärten gewachsen - er drückte von unten durch den Boden, wuchs, wurde von darunter nachwachsenden Felsen noch weiter hinausgedrückt und vergrößerte sich noch mehr. Als er so groß und leicht war, dass er vom Boden abhob, wurde er an der Kette befestigt. Auf ihm wurde eine prächtige Stadt errichtet: Sanktaphrax.Sanktaphrax mit seinen hohen, durch Stege und Brücken verbundenen Türmen ist ein Hort der Gelehrsamkeit. Dort leben Wissenschaftler und Alchemisten mit ihren Gehilfen und es gibt Bibliotheken, Laboratorien, Vortragssäle, Speisesäle und Gemeinschaftsräume. Die mysteriösen Dinge, die man dort lernt, sind ein streng gehütetes Geheimnis und Sanktaphrax ist bei aller scheinbaren Entrücktheit und Weltfremdheit ein siedender Kessel von Eifersüchteleien, Intrigen und bitterem Zank.Die Elfen
Dies ist das Abenteuer der Elfen Farodin und Nuramon, die in den Kampf gegen einen Dämon ziehen - und erfahren müssen, dass das Schicksal der Elfenwelt in ihren Händen liegt!
Menschen fürchten sie wegen ihrer scheinbaren Kaltherzigkeit, Zwerge meiden sie wegen ihrer Überheblichkeit, Trolle sehen in den sagenumwobenen Wesen eine schmackhafte Beute, die es zu erjagen gilt. Doch wie sind die Elfen wirklich? Und was ist ihre Bestimmung?
Vor dem Frost
Ein Kalb verbrennt bei lebendigem Leib, sechs brennende Schwäne fliegen über den Marebo-See, Frauen verschwinden, eine Amerikanerin wird in einer Kirche erdrosselt...
Lina Wallander, die Tochter von Kommissar Kurt Wallander, hat gerade die Polizeihochschule abgeschlossen und darf ihren Vater bei seinen Ermittlungen zunächst nur begleiten. Dann aber wird sie persönlich in den Fall hineingezogen...
Ein kleiner hässlicher MannHans und Gretel leben in geordneten Verhältnissen. Hans hat Arbeit, Gretel sorgt für ein intaktes Familienleben. Sohn Martin hat noch die Füße unterm Tisch und beäugt kritisch seine wohlstandsgeschwängerten Eltern. Ohne Protest lassen die sich von einem ungebetenen Gast aus ihrer Lethargie holen. Der kommt daher und verlangt Logis. Man kennt ihn, denn seine Reden hat man noch im Ohr. Es ist der Führer, der die geheimsten Wünsche kennt und weiß, dass sich das Paar seit langem nach etwas Großartigem sehnt.Handelt es sich bei dem Studenten der Betriebswirtschaft um einen "Wiedergänger"? Oder hat der Gast nur die Stimme des ewig Gestrigen? Schleppt er ihn - schultersitzend, wie einen Fluch - mit sich herum? Der Arzt nennt das ein Zombiesyndrom, dessen man sich durch eine Gehirnoperation entledigen kann.RashômonIm Gestrüpp wird ein ermordeter Samurai gefunden. Der Richter verhört die Frau und die Schwiegermutter des Opfers, einen verdächtigen Räuber und schließlich den Geist des Toten. Jeder gibt dem Vorfall eine andere Version. Die Wahrheit bleibt verborgen unter dem Dickicht von Lügen, die vielleicht gar keine sind, und Wahrnehmungen, die ebenso gut auch Wahnbilder sein können. - Das Hörspiel sowie der berühmte Film von Akira Kurosawa (1950) beruhen auf den beiden Erzählungen Agutagawas "Rashômon" (1915) und "Im Gestrüpp" (1922), die von einer im 11. Jahrhundert kompilierten Sammlung indischer, chinesischer und japanischer Geschichten inspiriert sind.Der ImprovisationsrednerDas vierte Opfer
Der ruhige Küstenort Kaalbringen ist von einer schrecklichen Mordserie betroffen. Drei Männer aus ganz unterschiedlichem sozialen Milieus sind die Opfer: Ein ehemaliger Häftling, ein Immobilienmakler und ein junger Arzt. Welches Motiv hat der Mörder? Der Ort ist wie ausgestorben. Cafés und Straßen sind leer. Wann wird der Mörder wieder zuschlagen? Wer wird sein nächstes Opfer sein?
Hauptkommissar Bausen holt sich den erfahrenen Kommissar Van Veeteren zu Hilfe. Aber auch der kommt zu keinen hilfreichen Ergebnissen. Dann verschwindet die Inspektorin Beate Moerk, genau zu dem Zeitpunkt, als sie eine interessante Entdeckung macht. Ist sie das vierte Opfer? Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
Untergang des Egoisten FatzerIn den 20er Jahren schrieb Brecht an diesem Stück, das ein auf 600 Seiten ausuferndes Fragment bleiben sollte."Was am ´Fatzer´ wichtig ist, das hängt zusammen mit dem Fragment-Charakter der deutschen Geschichte, der dazu führt, dass so ein Stück, das ganz unmittelbar mit deutscher Geschichte zu tun hat, Fragment bleibt... Vier Leute desertieren aus dem 1. Weltkrieg, warten auf die Revolution, und die kommt nicht. Und nun sind sie ausgestiegen aus der Gesellschaft... radikalisieren sich gegeneinander und negieren sich gegenseitig. Das ist eine große Formulierung einer Situation, die sich in der deutschen Geschichte immer wieder ergeben hat." (Heiner Müller)Man spielt nicht mit der LiebePerdican, der Sohn eines Barons, kehrt nach Jahren des Studiums in Paris zurück. Der Baron wünscht, dass Perdican seine Cousine Camille, welche gerade aus einem der ersten Klöster Frankreichs zurückkehrt, heiratet. Mit der Begegnung der beiden beginnt ein Spiel zwischen Liebe und Selbstsucht. Rosette, ein Bauernmädchen, wird zum Spielball der beiden an Erziehung so reichen, aber an Erfahrung so armen Liebenden ...