Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

Freier FallIm gut besuchten Biergarten, der vor kurzem in den Mauern der alten Burgruine eröffnet wurde, werden Kriminalkommissar Rauber und seine Frau Sandra zufällig Zeugen eines Ehestreits. In der gleichen Nacht noch wird Rauber wieder dorthin gerufen, ein Mann ist von der Mauerbrüstung in die Tiefe gestürzt; eben der, den sie beide gerade beobachtet hatten: Professor Nahlbach, der angesehene Leiter eines Forschungsinstituts. Unfall oder Mord? Verdächtig erscheint Nahlbachs Frau, die attraktive und wesentlich jüngere Cora. Ihre Schwester Regine, älter und unattraktiver als sie, behauptet das jedenfalls. Möglicherweise könnte aber auch Staatssekretär Beermann, ein ehemaliger Schulfreund Sandras in den Fall verwickelt sein. Oder Coras Liebhaber, der Artist Jean? Liebe und Eifersucht scheinen in dem Fall eine große Rolle zu spielen, auch der Kriminalkommissar und seine Frau, die eifrig mitzuermitteln versucht, sind davon nicht frei, und vielleicht nicht einmal Regine, die an ihrer späten Diplomarbeit "Günter Grass - Poet der Leidenschaft" schreibt und mit dem Dichter einen Briefwechsel führt.Bretonische Brandung
Die sagenumwobenen Glénan-Inseln vor Concarneau wirken wie ein karibisches Paradies. Kommissar Dupin möchte am liebsten bei bretonischem Hummer in der urigen Inselkneipe sitzen, doch es wartet Arbeit auf ihn. Drei Leichen liegen am Strand und alles deutet auf Tod durch Ertrinken hin. Als Dupin erfährt, welchen Geschäften die drei nachgingen, gerät er ins Zweifeln. War der tragische Unfall in Wahrheit ein kaltblütiger Mord? Während der nächste Sturm aufzieht, führen seine Ermittlungen Dupin tief hinein in die Geschichte der Inseln und ihrer eigensinnigen Bewohner - und bringen eine dramatische Wahrheit ans Licht.
Das brennende Land
König Alfred von Wessex leidet an einer schweren Krankheit. Die Dänen wittern ihre Chance, Wessex doch noch zu erobern. Sie werden angeführt von dem grausamen Krieger Harald Bluthaar. Uhtred erkennt eine Schwäche des Feindes: Harald ist der Zauberin Skade verfallen. Ihre Gefangennahme bringt den Sieg in einer historischen Schlacht. Skade aber verflucht Uhtred: Seine Unbesiegbarkeit scheint dahin, als er erfährt, daß seine geliebte Frau Gisela im Kindbett gestorben ist. Über das Land zieht wieder der Rauch brennender Dörfer...
Der Tod ist ein GeschenkSaid ist 29 und bereit, in den Tod zu gehen, als Selbstmordattentäter für sein Land Palästina. Sein Entschluss hat eine lange Vorgeschichte, die er dem Autor in einem Flüchtlingslager der Stadt Dschenin erzählt: Als Said acht Jahre alt war, vertrieben jüdische Siedler seine Eltern von dem Land, das sie seit Generationen bewirtschaftet hatten. Der Vater hatte versucht, sich juristisch dagegen zu wehren, war mehrfach festgenommen worden und Tage später mit Verletzungen am ganzen Körper zurückgekommen. Als 15-Jähriger, in der Zeit der ersten Intifada zwischen 1987 und 1993, attackierte Said zusammen mit seinen Freunden die israelischen Soldaten mit Steinschleudern und musste für vier Jahre ins Gefängnis. In dieser Zeit wurde seine Mutter erschossen. Nach seiner Entlassung arbeitete Said in einigen schlecht bezahlten, zum Teil illegalen Jobs, bis er sich schließlich den palästinensischen Fundamentalisten als Selbstmordattentäter zur Verfügung stellte. Nur der Tod gab ihm Hoffnung auf ein besseres Leben.Das Lewskow-ManuscriptLevy Lautmann, der Erzähler der Geschichte, der gerade ein neues Gesicht gewonnen hat, ist Aufklärer in einer hochtechnisierten Welt. Seine Aufgabe ist es zu überprüfen, ob Manuskripte ins "Zentralarchiv der Gesellschaft" aufgenommen werden dürfen oder nicht. Als ihm das "Lewskow-Manuscript" zur Überprüfung übergeben wird, das ihm unter besonderen Umständen zugespielt wird, ist er auf eigentümliche Weise berührt. Gegen Gepflogenheiten und Gesetz nimmt er Kontakt mit der Kollegin Lisa auf, die das Script ebenfalls liest. Wie Jäger eines verlorenen Schatzes wollen beide das Geheimnis des Papiers ergründen. Lautmann gelangt dabei ans Ende seiner Welt, überwindet eine riesige Mauer und findet sich zusammen mit Lisa in einer Ruinenlandschaft. Gegen die Zurichtungen und Überreizungen einer hochtechnisierten Gesellschaft entdecken sie sich zusammen als Individuen.Martin, sein Vater und die vertraute StimmeMartin hat die Schnauze gestrichen voll von allem und jedem und am meisten von sich selbst. Er will raus aus der allnächtlichen Wiederkehr von Suff und Schmerz, Selbstmitleid, Trotz und Trost und Selbstanklage. Doch der Zirkel ist nicht zu durchbrechen: hat er sein Quantum erreicht, erhellt sich die Welt für eine Weile, gewinnen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einen Zusammenhang, herrscht Klarsicht, erscheint das Leben erträglich, hoffnungsvoll sogar. Doch auch in diesen Momenten von selbstverabreichter tragikomischer Hellsicht weiß Martin, dass unentrinnbar - wie der Schluck zuviel aus der Pulle - der Absturz kommt und ganz von unten wieder alles von vorne beginnt.Aufstand der FahrräderWenn Fahrräder ständig Unfälle seltsamster Art hervorrufen, so ist das erst einmal für die Verkehrsexperten ein Grund zu ernster Beunruhigung. Wenn dann aber Presse und Stadtgerüchte wissen wollen, daß dahinter bei den sonst so harmlosen Tretmaschinen, die offenbar über mehr Eigenwillen verfügen, als man ahnt, eine gezielte Absicht steckt, dann muß man von einer Katastrophe und von einem regelrechten Aufstand sprechen. Wen wundert es, daß ängstliche Menschen unter solchen Umständen durch ideologische Verehrung der wildgewordenen Drahtesel und durch demutsvolles Verhalten gegen sie das absolute Chaos abzuwenden suchen.Der Täuscher
Die Nachricht ist ein Schock: Ausgerechnet Lincoln Rhymes Cousin Arthur soll einen Mord begangen haben! Alle Beweise sprechen gegen ihn, doch ist Arthur Rhyme wirklich schuldig? Lincoln und seine Partnerin Amelia Sachs verfolgen einen der hinterhältigsten Killer, mit dem sie es je zu tun hatten. Sie jagen einen Mann, der wie besessen alles sammelt - von einfachen Abfällen über die intimsten Details seiner Opfer bis hin zur ultimativen Trophäe: dem menschlichen Leben selbst. Ihr Gegner ist ein skrupelloser Verbrecher, der mit Leidenschaft foltert und tötet, dessen schärfste Waffe jedoch sein unermesslicher Schatz an geraubten Informationen ist. Informationen, die »der Täuscher« mit teuflischer Präzision gegen seine Opfer einzusetzen weiß - und auch gegen die, die ihn aufhalten wollen...
Metamorphose der StilleEin alter Mann, der über das Unaussprechliche räsoniert. Darüber, dass es nichts mehr zu sagen gibt. Dass der Grund aller Rede nur die Angst vor der Sprachlosigkeit ist. Dass also jegliches Reden nur ein Sich-Herausreden ist, ein bloßes Sich-im-Kreise-Drehen. Und doch, obwohl dieser Monolog eine Art Abgesang ist, ist er frei von der Melancholie des Alterslamentos. So führt die Rede des Alten nicht ins Verstummen, sondern dorthin, wo Sprache, zu Klang verwandelt, ihrem Urzustand sich annähert ebenso wie ihrer Überwindung: der Musik. Und so ist Metamorphose der Stille nicht allein eine Versenkung in das Kopfinnere eines Alten, sondern auch das Gegenteil: eine Entgrenzung, eine Reise in die Welt der neuen und unerhörten Klänge.Am Rande des Horizonts2000,Eine Hörspielkomposition aus Text und Musik - mit den Sängerinnen Franziska Baumann, Corin Curschellas und Lauren Newton, den Klängen des Schlagzeugers Fritz Hauser und Texten von Homer bis Joyce, Hemingway und Pavese, gesprochen von Tatja Seibt. Sieben Jahre hat Odysseus, nachdem er alle seine Gefährten verloren hatte, bei der Nymphe Kalypso gelebt. Nun verläßt er sie und ihre Insel auf einem selbst gebauten Floß, um endlich nach Hause zurückzukehren. Zum erstenmal während seiner langen Irrfahrt ist er ganz auf sich gestellt, von den Göttern verlassen, allein im weiten Ozean. Als sein Floß in einem heftigen Sturm auseinander bricht, rettet sich Odysseus schwimmend und erreicht erschöpft und zerschunden das Land der Phäaken. - In die Verse aus dem 8. Jh. v. Chr. verwoben sind kurze Texte verschiedener Autoren, die mit der Odysseusgeschichte in einem direkten oder assoziativen Zusammenhang stehen.Der Tiger JussufDie 1985 vom SDR produzierte Neuinszenierung des "Tiger Jussuf" basiert auf der wenig bekannt gewordenen Neufassung, die Günter Eich 1959 - also sieben Jahre nach der Ursendung - vorgenommen hat.In diesem gleichzeitig phantastischen und doch logisch konsequenten Verwandlungsspiel bleibt ein Phänomen konstant: Die Beziehung zwischen Mann und Frau erweist sich als eine Konstellation von Macht und Ohnmacht, Unterdrückung und Ausgeliefertsein, Fressen oder Gefressenwerden. Seien es nun der Bäcker Richard und seine despotische Frau Paula, der Kommerziennat Rimböck und seine verhärmte Ottilie, oder Max, der ebenso Kommerzienrats- wie Bäckerssohn sein kann, und die geldgierige Kunstreiterin Anita - die Identitäten in diesem bestialisch-menschlichen Spiel sind austauschbar. So wird Jussuf, der ausgebrochene Zirkustiger, der Menschen zerreißt oder sich zum Manschen verwandelt, zum Symbol für die verborgene, dunkle Seite aller Figuren in diesem ganz alltäglichen Ausbeutungszirkus.Selbstläufer´Ein Abend in Kneipen, auf der Straße, in Bars, im Theater, in Restaurants, in der U-Bahn: Man hangelt sich von einem Gespräch zum nächsten, auch so kommt man schließlich voran. Nur manchmal gelingt es nicht, man findet den Anschluss nicht mehr. Auch kann einen schlagartig das verlassen, was man gerade noch hat sagen wollen. Solche Phänomene verdichten sich heute.´Abgerissene Gesprächsfetzen, Floskeln, Phrasen, alle reden atemlos und meist aneinander vorbei. Kathrin Röggla jongliert mit den sprachlichen Versatzstücken, montiert den modernen Metropolen-Talk zu einer schrillen Stimmen-Collage, samplet ihn zu einem hysterischen Pop-Song, in dem das neue junge Berlin in seinen diversen Befindlichkeiten aufscheint, in seinem Pulsschlag zu vernehmen ist.