Hallo verehrter Besucher. Auf dieser kleinen Seite finden sie Informationen zu Lesungen, Hörspielen und Features. Das Sammeln dieser ist eine kleine Leidenschaft von mir. Alle Titel, die sie hier finden, sind in meinem Fundus. Diese Seite betreibe ich zu meinem eigenen Vergnügen und damit ich den Überblick über meine Sammlung behalte.

Hier auf der Startseite werden jeden Tag neue, zufällig ausgewählte Stücke angezeigt. Ich hoffe, dass sie dadurch ein wenig auf den Geschmack kommen. Denn das Hören dieser Geschichten macht wirklich viel Spaß.

Also, viel Spaß beim Stöbern, ihr Rüdiger Sack.

39´30´´. Ein Stück, das man Leben nenntAuch in der marginalen Welt des Hörspiels wurde längst alles gesagt. Und Wiederholung ärgert den Intendanten Meier, der seine Schauspieler samt Drehbuch-Skriptling in die Katakomben sperrt, damit sich ihre Künstlerhirne endlich von "Neuem" befruchten lassen. Freilich wissen auch die nichts Neues, denn sie sind selbst bereits gebrauchtes Material: Hörspiele - zerstampft und in der Wiederholung ihrer selbst recycelt zu bröckligem Baumaterial, aber der Stoff für das Hörspiel, das all die leidigen Seins- und Sinnfragen ohne Zögern zu beantworten weiß: "Willkommen beim Hörspiel. So klingt das Leben". Oder eben das, was man daraus macht: Glorifikation des Hörspiels.Die AlzheimergangJürgen Waldhorn, Sozialdezernent von Willsum, will bei der nächsten Bürgermeisterwahl als Kandidat antreten. Im "Willsumer Courier" veröffentlicht er sein zukünftiges Programm. Rentner sollen sich in Bescheidenheit üben und öffentliche Kassen nicht übermäßig strapazieren. Drei Senioren und ein "Zivi" aus dem örtlichen Altersheim lesen den Abdruck im Lokalblatt. Sie sind sich einig, der Mann muss weg. Also planen sie seine Entführung. Doch Waldhorn hat ein schwaches Herz und die "Gang" schon bald ein großes Problem.Ein Pflichtbewusster MörderSeit fünf Monaten taucht Amanzio Berzaghi Woche für Woche im Polizeipräsidium auf und fleht die dortigen Beamten an, das spurlose Verschwinden seiner Tochter Donatella aufzuklären. Doch nichts geschieht. Schließlich wendet er sich direkt an Duca Lamberti, der sich in seinem vierten (und letzten) Fall nunmehr als offizieller Polizeikommissar an die Ermittlungen machen kann. Anfangs belächelt Lamberti den verwitweten Vater, der auf der Suche nach seiner 28-jährigen Tochter Donatella ist, die bei ihm lebt und doch niemals allein die Wohnung verlassen darf. Doch dann beginnt er sich für den Fall zu interessieren: Donatellas Erscheinung ist von besonderer Schönheit, ihre Statur auffällig groß, doch besitzt sie den Verstand einer Zehnjährigen. Aber wie kann ein Mädchen von so auffälliger Schönheit am hellichten Tag aus einer verschlossenen Wohnung entführt werden, ohne Aufsehen zu erregen? Als Donatella tot aufgefunden wird, führen Ducas Ermittlungen in das Mailänder Rotlichtmilieu und auf die Spuren jener skrupellosen Zuhälterringe, die einst seine geliebte Livia Ussaro verunstaltet haben... Doch auch Amanzio Berzaghi kennt nur noch einen Gedanken: dem Mörder seiner Tochter in die Augen zu blicken. Als er einen Hinweis auf den Täter erhält, zögert er keine Minute. Auch Duca hat endlich eine heiße Spur. Ein gnadenloser Wettlauf beginnt, an dessen Ende nur einer zuerst am Ziel sein kann.Meines Bruders HüterIn einem Café in Siena begegnen sich wie zufällig der Buchillustrator und ehemalige Offizier Ben Barton und die attraktive Amerikanerin Alison Elworth, die - wie er - aus beruflichen Gründen in der Toskana ist. Barton schenkt ihr Zeichnungen, die er von ihr und einigen Männern gemacht hat. Von da an überstürzen sich die Ereignisse. Als Ben in sein Hotelzimmer zurückkehrt, stellt er fest, dass einige seiner Illustrationen gestohlen worden sind. Bei der Heimreise nach England wird er auffällig lange mit fadenscheinigen Begründungen in Heathrow durchsucht und festgehalten. Dies hätten ja noch Zufälle sein können, aber nicht, dass Ben am nächsten Tag in London wieder auf Alison trifft und sich mit ihr zum Abendessen verabredet. Als er danach zum Geheimdienstoffizier Frank Edwards zitiert wird, stellt sich heraus, dass Alison eine CIA-Agentin ist, an deren Fersen sich Ben hängen soll. Er ist gar nicht glücklich darüber, noch einmal als Soldat arbeiten zu müssen, zumal die Geschichte gefährlicher zu werden droht, als zunächst angenommen.Das schönste Fest der WeltAuf dem Schloss des versnobten Marquis de Serpa findet ein Fest statt, bei dem sich die reichsten und erfolgreichsten Kreise der Gesellschaft ein superlativistischen Stelldichein geben. Dieses rauschende Fest erbost die Bewohner des in der Nähe gelegenen sehr armen Dorfes. Zwei von ihnen ergreifen die Initiative und versuchen, das Fest zu sprengen.Doch bevor es zu irgendwelchen Explosionen kommt, fallen die beiden einer turbulenten Verwechslungskomödie zum Opfer. Als am Ende einige Sprengladungen in die Luft gehen, erreicht die allgemeine Ausgelassenheit ihren Höhepunkt und einer der Gäste resümiert: ´Je näher die Katastrophe, umso angenehmer die Feste.´Der Tod des VergilDie Romandichtung Hermann Brochs vom Sterben des römischen Dichters Vergil stellt eine unendliche Annäherung an die Grenze des Lebens dar. Sie beschreibt überwiegend in einem inneren Monolog die letzten 18 Stunden im Leben des Verfassers der "Aeneis" von der Ankunft des siechen Dichters in Brundisium bis zum Verschwinden "jenseits der Sprache" und vollzieht sich in vier Stufen (Wasser - die Ankunft, Feuer - der Abstieg, Erde - die Erwartung, Äther - die Heimkehr). Heinz von Cramer, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag begeht, hat aus diesem monumentalen, alle Dimensionen sprengenden Sprachkunstwerk ein "Meer von Sprache" (Heinz von Cramer) gemacht. Er erweist sich mit dieser subtilen "Sprechsymphonie" erneut als Meister der Hörspiel-Metamorphose.Blutiger Wind"Es blies ein heißer Wüstenwind an diesem Abend. Einer jener heißen, trockenen Santa Anas, die von den Gebirgspässen herunterkommen und einem an den Nerven zerren und auf der Haut jucken. An Abenden wie diesem endet jede Saufrunde mit einer Keilerei. Sanftmütige Hausfrauen tasten prüfend über die Schneide des Tranchiermessers und studieren die Hälse ihrer Männer. Schlechthin alles ist möglich." (Chandler)So passieren zwei Morde und ein Mordversuch, tauchen Perlen wieder auf, um endgültig zu verschwinden, scheitert eine neue Liebe an einer kaputten Ehe. Privatdetektiv Dalmas jedenfalls bekommt viel zu tun - nicht zuletzt mit einer schönen Frau und mit sich selbst.Das Dividuum oder Von der Teilbarkeit des Menschen"Ich bin ich, weil mein kleiner Hund mich erkennt", erkannte Gertrude Stein. Wer keinen kleinen Hund hat, schaut in den Spiegel und findet sich da - als anderen. Er sieht die Gestalt für andere, die er normalerweise nicht sieht. Um mich zu verstehen, muss ich mir ein Bild von mir machen. Doch dieses Bild ist notwendigerweise nicht ich. Insofern kommt keine Identität ohne ihr Double aus. Andererseits kann das Double meiner Kontrolle entgleiten. Dann verfolgt es mich als Gespenst. Die Erfindung des Individuums ist bis heute eher eine problematische Behauptung geblieben, denn wir wissen nicht, was das ist. Davon zeugt die Masse der Doppelgänger-Geschichten und Double-Phänomene, die sämtlich von den Spielen und Krisen der Ich-Identität handeln.Die Mutter und der KommissarKommissar Weingärtner muss einen Mordfall klären. Er spricht mit der Mutter des Täters und erhält von dieser statt Antworten Fragen nach Recht und Gerechtigkeit, nach der Zumutbarkeit seiner Absichten. Will die alte Frau ihren Sohn schützen, spielt sie auf Zeit, um seine Flucht zu decken oder glaubt sie wirklich, dass ihr Kind nicht bestraft werden darf, weil es dem gültigen Recht nicht unterstellt ist? Der Kommissar merkt zu spät, dass er sich auf eine Diskussion eingelassen hat über Sinn und Zweck seines Berufes. Wie kann er die Frau beeinflussen, damit sie Fragen beantwortet, anstatt mit ihm zu meditieren - ?Sofies WeltZwei anonyme Briefe findet die 14-jährige Sofie in ihrem Briefkasten. In beiden steht nur ein Satz: ´Wer bist du?´ und ´Woher kommt die Welt?´ So beginnt Sofies abenteuerliche Zeitreise durch die Jahrtausende der Philosophie. Doch je mehr Sofie davon versteht, desto rätselhafter wird ihr Alltag ...Endlich hat Sofie ihren Philosophielehrer gefunden. Sofie erfährt von den dunklen Seiten des Mittelalters und entdeckt staunend das Gesetz der Schwerkraft. Doch in einem kann selbst Galilei nicht helfen: Was sollen die dauernden Postkarten in Sofies Briefkasten, auf denen ein UN-Major seiner Tochter zum Geburtstag gratuliert ...?Sofie und Hilde, die Tochter des UN-Majors, haben am selben Tag Geburtstag. Kurz davor spitzen sich die Ereignisse zu. Immer dreister greift der Major in Sofies Wirklichkeit ein. Zwischen Kant, Hegel und Marx sinnt Sofie darüber nach, wie sie den Major austricksen kann. Da kommt Hilde zu Hilfe ...Hilde zweifelt, ob Sofie und ihr Freund Alberto wirklich existieren. Doch Sofie und Alberto befinden sich längst in der Welt des Unsichtbaren - und bereiten dem Major eine ziemlich unruhige Heimreise ...Im Land des KorallenbaumsIm Sommer 1863 lernen sich die jungen Deutschen Anna Weinbrenner und Viktoria Santos auf der Überfahrt nach Buenos Aires kennen. Beide Frauen sind auf dem Weg zu ihren voraus gereisten Ehemännern. Viktorias Mann haben dringende Geschäfte zu seiner Estancia gerufen. Anna stammt aus einer einfachen Handwerkerfamilie, welche eine gemeinsame Überfahrt nicht bezahlen konnte. In dem fernen Land angekommen trennen sich ihre Wege, und ihr neues Leben beginnt. Doch Viktorias vermeintlich rosige Zukunft gestaltet sich anders als erhofft, und Anna erwartet bei der Ankunft eine schreckliche Nachricht...DafanGegen Ende des 21. Jahrhunderts taumelt die Erde unaufhaltsam ihrer Zerstörung entgegen. Die gesamte Hoffnung der zehn Milliarden Bewohner ruht auf Raumkapseln, die je ein vorbildliches Exemplar humanoider Evolution im Kälteschlaf in die Weiten der Galaxie katapultieren, um Hilfe bei fremden Kulturen zu suchen. Der linientreue George erlangt das Bewusstsein nach 5000 Jahren auf dem gigantischen Planetoiden DAFAN wieder, einem aus kollidierten Raumschiffen zusammengeschweißten Schrotthaufen. Er beherbergt eine Ansammlung von Ausgestoßenen der seltsamsten Lebensformen. Ein Großteil der Bevölkerung aber besteht aus Menschen. Warum, fragt sich George, hat in all den Jahren keiner von ihnen Kontakt zum Heimatplaneten aufgenommen?